Eine Kreuzfahrt in die Welt der Quanten

Dr. Tamara Worzewski, DFJV

 

Interaktive kanadische Pop-up Ausstellung zur Quantenmechanik trifft auf die Physik von heute

 

Vom 1. bis 5. November 2017 gastiert im Paul-Drude-Institut (PDI) für Festköperelektronik eine interaktive Pop-Up Ausstellung zur Welt der Quantenmechanik. Präsentiert wird sie vom IQC (Institute for Quantum Computing) der Universität von Waterloo mit Unterstützung der kanadischen Botschaft. Die Berliner Physiker des Gastgeber-Instituts ergänzen die Ausstellung um „The Quantum Lab“ mit Exponaten zu ihrer aktuellen Forschung. Im Rahmen der ‘Berlin Science Week‘ will das PDI dem Besucher einen besonderen Zugang zu der komplexen Materie verschaffen.

Vielen fällt heutzutage der Zugang zu Physik schwer. Besonders schwierig wird es bei der Physik der Quantenphänomene, die oft jeder Intuition widersprechen. Aber wir treten ständig mit der Quantenmechanik (QM) in Kontakt, z.B. wenn wir einen Laserpointer oder Festplattenspeicher neuerer Computer benutzen.

Die populärwissenschaftliche kanadische Pop-Up Ausstellung bietet einen didaktischen und intuitiven Zugang zu der komplexen QM, der so glatt wie eine Kreuzfahrt mit einem Luxusliner zu werden verspricht. Aber auch ein Luxusliner wird bei genauerer Betrachtung komplexer – und viel spannender, wenn man sich traut, in den Maschinenraum zu blicken:

Das PDI ist Werkstatt und Maschinenraum für die Technologie von morgen, ihre Wissenschaftler sind ihre Maschinisten. Dort wird Grundlagenforschung zur Materie in extrem kleinem Maßstab betrieben – ein Stück Materie aus nur wenigen Atomen und ihren Elektronen. In so kleinen Maßstäben ist das Verhalten der Materie nicht mehr klassisch, kann aber mit QM beschrieben werden.

Gegenüber der Pop-Up Ausstellung ermöglichen die PDI-Exponate einen realistischen Einblick in die komplexe Forschung. Dem Besucher wird ein Tor in die Zukunft unserer Elektronik eröffnet und die Perspektiven der Computertechnologie gezeigt. Aber auch der gegenwärtige Stand der Wissenschaft und Forschungsbedarf soll vermittelt werden: Der erträumte Quantencomputer liegt zwar noch in der Zukunft, aber ohne diese Maschinisten der QM- Luxusliner wird er sich auch niemals realisieren lassen.

 

 

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