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Zeitkristalle: Wenn Materie im Takt der Zeit schwingt

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Bild: Mike Bunjes / AI / heise media

Was klingt wie Science-Fiction, ist inzwischen im Labor Realität: Zeitkristalle sind ein neuer, exotischer Materiezustand, der sich nicht im Raum, sondern in der Zeit wiederholt – er pulsiert in einem regelmäßigen Rhythmus, ohne zur Ruhe zu kommen. Ein aktueller Hintergrundartikel im c't Magazin (heise online) zeichnet die faszinierende Geschichte dieser Idee nach: von der theoretischen Vorhersage durch den Physiker und Nobelpreisträger Frank Wilczek im Jahr 2012, über eine zwischenzeitliche Widerlegung, bis zum experimentellen Durchbruch nur wenige Jahre später.

Auch das Paul-Drude-Institut ist Teil dieser Erfolgsgeschichte: Alexander Kuznetsov und sein Team stießen bei der Untersuchung von Exzitonen und Polaritonen in Halbleiterchips auf einen kontinuierlichen Zeitkristall – und das eher zufällig. Der entdeckte Zeitkristall oszillierte mehrere Milliarden Mal pro Sekunde und damit schneller als alle bis dahin bekannten Exemplare. Kuznetsov kommentiert den rasanten Fortschritt des Feldes im Artikel und gibt Einblicke in aktuelle Forschungsrichtungen und mögliche Anwendungen, etwa als präzise Taktgeber oder Frequenzwandler in der Photonik.

Den vollständigen Artikel von Dr. Sabrina Patsch gibt es hier: Zeitkristalle: Die exotische Materie, die nie zur Ruhe kommt (heise online / c't Magazin, 01.06.2026)