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Artist-in-Residence Program

AiR 2026

Bilder mit freundlicher Genehmigung von Emma Wood

Nach einem äußerst kompetitiven Bewerbungsverfahren freut sich das PDI, Emma Wood als die für das Artist-in-Residence-Programm 2026 ausgewählte Künstlerin vorzustellen. Emma ist Weberin mit Sitz in Berlin und übt ihr Handwerk seit zwanzig Jahren aus; seit 2012 betreibt sie ihr eigenes Webstudio in der Stadt. Ihre Praxis bewegt sich an der Schnittstelle von traditionellen Webtechniken, Materialforschung und Textiltechnik und untersucht, was das Weben — eines der ältesten und universellsten menschlichen Handwerke und ein früher Vorläufer der Informatik — darüber verraten kann, wie Wissen entsteht, bewahrt und weitergegeben wird.

Emmas Residency dauert drei Monate, beginnt im späteren Verlauf dieses Jahres und endet mit einer öffentlichen Präsentation ihrer Arbeit.

Wir erhielten in diesem Jahr 43 Bewerbungen und danken allen Bewerber:innen für ihre Zeit und Kreativität. Neun herausragende Finalist:innen wurden ebenfalls ausgezeichnet und in unserer kürzlich veröffentlichten Ankündigung genannt. Diese Seite wird im Verlauf des Projekts aktualisiert.

Über das Programm

Das PDI Artist-in-Residence-Programm bietet Künstler:innen die einzigartige Gelegenheit, in den wissenschaftlichen Prozess einzutauchen, mit Forscher:innen und Techniker:innen zusammenzuarbeiten und Zugang zu modernsten Einrichtungen und Ressourcen im Bereich der Materialwissenschaft zu erhalten. Das PDI liegt im Herzen Berlins und zählt zu den weltweit führenden Instituten für die Herstellung und Analyse von Nanomaterialien für die Halbleitertechnologie. Die institutseigenen Einrichtungen umfassen über 1.500 m² Laborfläche, darunter 11 Molekularstrahlepitaxie-Anlagen (MBE) sowie einen zentralen Reinraumbereich von 450 m² für modernste Prozess- und Nanofabrikationstechnik.

Über einen Zeitraum von drei Monaten arbeitet die ausgewählte Künstlerin bzw. der ausgewählte Künstler eng mit Wissenschaftler:innen und Techniker:innen des PDI zusammen und erhält Zugang zu Laboren, Geräten sowie Einblicke in unsere Forschung und Aktivitäten. Zum Abschluss der Residency präsentiert die Künstlerin bzw. der Künstler ihre bzw. seine Prozesse und Erkenntnisse im Rahmen einer öffentlichen Diskussion und zeigt ihre bzw. seine Arbeit in einem für die jeweilige künstlerische Disziplin passenden Ausstellungsformat.

  • Dauer: Die Residency dauert drei Monate.
  • Vergütung: Die Künstlerin bzw. der Künstler erhält ein Stipendium in Höhe von 1.500 EUR pro Monat.
  • Einrichtungen: Den Künstler:innen wird ein Büro am PDI zur Verfügung gestellt; zudem erhalten sie durch den engen Austausch mit einer Mentorin bzw. einem Mentor Zugang zu unseren Laboren und Einblicke in unsere Forschung. Bitte beachten Sie, dass keine Unterkunft gestellt wird.
  • Präsentation: Zum Abschluss der Residency präsentiert die Künstlerin bzw. der Künstler ihre bzw. seine Arbeit im Rahmen einer öffentlichen Diskussion sowie einer begleitenden Ausstellung, Präsentation oder Performance, je nach Art des Projekts. Das PDI kann keine feste Finanzierung für die Abschlusspräsentation garantieren, unterstützt die Künstlerin bzw. den Künstler jedoch aktiv bei der Suche nach und Beantragung von entsprechenden Fördermitteln und stellt hierfür sein Netzwerk und seine Ressourcen zur Verfügung, soweit möglich.

AiR 2024

Bild: Stefania Migliorati

Die für das Artist-in-Residence-Programm (AiR) 2024 ausgewählte Künstlerin war Mary Kelly, eine Theatermacherin, Schauspielerin und Dramatikerin, die seit 2011 in Berlin lebt und arbeitet. Mary blickt auf eine renommierte Karriere in Theater, Fernsehen, Film und Radio zurück und hat internationale Anerkennung für ihre veröffentlichten Theaterstücke Unraveling the Ribbon und Two for a Girl erhalten. 2024 stand sie in einer Inszenierung von Samuel Becketts Happy Days am English Theatre Berlin auf der Bühne, inszeniert von Walter Asmus, langjährigem Freund und Weggefährten Becketts. Im selben Jahr wirkte sie zudem in Dán mit, einer von irischer Dichtung inspirierten Produktion am Theaterforum Kreuzberg.

Künstlerinnentagebuch

Während ihrer Residency hielt Mary ihre Erfahrungen und Gedanken in einem Online-Tagebuch fest, das auf der Website und dem Instagram-Account des PDI veröffentlicht wurde.

AiR-Tagebuch #1

16. Dezember 2024: Marys erster Tagebucheintrag. Eindrücke von ihrer ersten Führung durch das Molekularstrahlepitaxie-Labor sowie einem Vortrag zu den Grundlagen der Spektroskopie.

AiR-Tagebuch #2

30. Dezember 2024: Während der Weihnachtspause vertiefte sich Mary in die Geschichte von Kooperationen zwischen Wissenschaft und Theater. Zudem ließ sie ihre erste eigene Erfahrung mit einer solchen Zusammenarbeit hier in Berlin noch einmal Revue passieren.

AiR-Tagebuch #3

27. Januar 2025: Mary besucht das Nanofab-Labor des PDI und macht sich mit dem lithografischen Prozess vertraut.

AiR-Tagebuch #4

18. Februar 2025: Mary führt zahlreiche inspirierende Gespräche mit den Menschen am PDI und verknüpft die Nanodots.

Abschluss und nächste Schritte

Zum Abschluss ihrer Residency veranstaltete Mary ein besonderes Seminar am PDI mit externen Gästen. Mehr über das Seminar erfahren Sie hier. Seit dem Ende der Residency arbeiten wir gemeinsam mit Mary an einem Produktionskonzept, für das sie derzeit eine Finanzierung sucht.

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